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Coronavirus: Auswirkungen auf die Autobranche

Garage Marti News – So,  30.05.2021

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie haben der Autobranche wegen dem daraus folgenden Halbleitermangel die grösste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg beschert. Ein Ende ist dabei noch nicht in Sicht. 


Gedrosselte und gestoppte Produktionen, angepasste Fahrzeugkonfigurationen und grosse Lieferverzögerungen - Grund: Chipmangel! Derzeit trifft er alle Hersteller. 

Ohne die schnellen Chips gibt es keine Vernetzung, moderne Assistenzsysteme, keine Automatisierungen und kein teilautonomes Fahren. Waren vor einigen Jahren nur wenige Megabyte Sensordaten pro Sekunde zu analysieren, sind es heute mehrere Gigabyte. Diese Elektronikchips sind ein wichtiger Bestandteil im Auto, welches bereits heute nur noch mit solcher Steuerelektronik funktioniert. 

Zeiten des schnellen Wandels hinterlassen in der Industrie tiefe Spuren: Die flächendeckende Einführung von Homeoffice aufgrund der nach wie vor grassierenden Corona-Pandemie sorgt für einen sprunghaft angestiegenen Bedarf an elektronische Geräten wie Computer, Monitoren und mobilen Geräten. In diesen Geräten arbeiten Halbleiter-Chips. 
Schliesslich brauchen nicht nur Mitarbeiter leistungsstarkes Elektronik-Equipment für ihren Arbeitsplatz zu Hause, auch die Unternehmen selbst mussten auf diesen Gebiet teilweise massiv nachrüsten. 

In neuen Autos können mehr als 100 Halbleiter-Elemente stecken. Fehlt auch nur ein einziges, kann das die Produktion des entsprechenden Modells stoppen. 
Wie lange der Halbleitermangel anhält, lässt sich aktuell nur schwer einschätzen. Bei den grossen Halbleiter-Chip Herstellern geht man davon aus, dass von einer Bestellung eines Autoherstellers bis zur tatsächlichen Lieferung bis zu 25 Wochen vergehen können. Diese betonen aber, dass man alles tue, um die Produktion für die Autoindustrie zu priorisieren. 

Trotzdem dürfte der Halbleitermangel noch eine Weile anhalten, was zu deutlich längen Lieferzeiten führen könnte.